Dienstag, 11. März 2014

Trailrunning Seminar Mallorca II

7 Uhr. Zeit für mich, ein paar Vorurteile abzubauen. Denn es steht Yoga auf dem Programm.
Zunächst scheint das ganz mein Sport zu sein, denn gleich zu Beginn nehmen wir die "Heldenposition" ein. Doch dann gerate ich schnell an meine Grenzen. Beim Fersensitz könnte ich vor Schmerzen in den Füßen schreien und muss mich mit den Händen am Boden abstützen, um den Druck zu mildern. Zusätzlich zu den ganzen neuen Bewegungsabläufen soll man auch noch passend atmen. Gefühlt sind die Vorturner immer ein paar Atemzüge voraus. Und mir wird wieder klar, dass ich Läufer geworden bin, weil ich für komplexere Körperkoordinationen zu dusselig bin. Als ich dann noch meine "Augäpfel entspannen" soll, beschließe ich, dass ich das am nächsten Morgen nicht auf der Yoga-Matte, sondern in meinem Bett tun werde.

Nach dem Frühstück bringt uns ein Bus zur Ermita de la Victoria. Wir beginnen mit einer Videodokumentation unseres Laufstiles zur späteren Analyse. Dann laufen wir eine Runde über die Victoria-Halbinsel. Für mich ist das bekanntes Gebiet, denn genau hier war ich im Herbst mit meinem Sohn unterwegs. Nur, dass wir beide damals auch den Gipfel des Talaia d'Alcudia erklommen haben. Warum wir den kleinen Abstecher heute nicht machen, bleibt mir unverständlich. Obwohl ich in der schnellen Gruppe unterwegs bin, erinnert mich auch das Lauftempo sehr an den Ausflug mit meinem zwölfjährigen Nachwuchs. Trotzdem sind wir schon nach zwei Stunden zurück an der Eremitage. Aber der Bus mit Verpflegung und Wechselkleidung ist noch nicht hier. Das mit dem Fahrer in perfektem Spanisch vereinbarte "dos horas" scheint dieser nicht als "in zwei Stunden", sondern "um zwei Uhr" verstanden zu haben. Trockene Sachen und Proviant habe ich in meinem Laufrucksack. Also genieße ich den Sonnenschein bis irgendwann die anderen beiden Gruppen und der Bus eintreffen.

Da ich die Gegend schon letztes Jahr fotografisch dokumentiert hatte, lasse ich das Smartphone heute in der Tasche. Doch der Film des Veranstalters vermittelt einen Eindruck von der schönen Gegend.



Übrigens, inzwischen nimmt das Projekt "Ratinger Rundlauf" Gestalt an.

Teil I     Teil III

Kommentare:

  1. In der schnellen Gruppe unterwegs und als zu langsam empfunden :-))). Deine Probleme möchte ich mal haben. ;-)
    Ich bin meistens in der langsamen Gruppe und empfinde es als zu schnell.
    Wir fliegen am Samstag nach Cran Canaria. Also Karina und ich. Die Göttergatten bleiben zu Hause. Das liegt jetzt allerdings nicht an dem gut aussehendem Coach. :-)
    Und das nächste mal bitte ein Foto vom Yogaversuch. Das ist dann bestimmt total lustig.
    Dann hoffe ich mal, das du beim nächsten Lauf das Tempo erhöhen kannst, damit du dich nicht wieder langweilst ;-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Hallo Helge,
      die Einteilung der Tempogruppen war am ersten Tag noch sub-optimal.
      Die erfahreneren Yogi haben unterwegs auf dem Trail solche Sachen wie "Baum" auf einem Felsen oder Kopfstand auf einem Gipfel gemacht. Das wären die besseren Fotomotive gewesen.
      Viel Spaß auf Gran Canaria!

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  2. Isses nicht schön, wenn man weltweit am PC sitzen und schreiben kann
    früher hätten wir DANACH wohl einen kompakten Bericht von dir bekommen
    jetzt gibt es nur Aktuelles
    perfekt !
    Yoga, das kann ich mir gut bildlich vorstellen
    wie mancher aussieht
    wenn er es noch nie gemacht hat
    ich schließe mich da nicht aus
    darum würde ich es wie du in meinem Zimmer alleine tun

    Schnelle Gruppe zu langsam
    das wird sich bestimmt noch geben
    wenn man erst einmal heraus hat
    wer mit wem und so
    ich kenne das auch
    habe früher öfter solche Lauferlebnisse mitgemacht

    Allerdings zuweilen mit dem Ergebnis
    dass ich übertrainiert war
    und dann zu Hause saftlos war
    man muss das richtige Maß finden
    aber du wirst das schon richten.

    Ja, die Hügel sind schon ordentlich
    pass' gut auf dich auf
    gell ?

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    1. Ich denke, die vielen Eindrücke sind das Risiko eines Übertrainings wert. Schließlich laufe ich wegen Erlebnissen wie diesen.

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