Montag, 18. Mai 2015

Vorpfingstliches Rum-Tapern


Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen: Es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neu ermunterten Vögel;
Jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde. 
(Goethe: Reineke Fuchs)

Tapfer tapere ich dem Pfingstfest entgegen. Spricht man das Tapern deutsch aus, so bekommt man eine Ahnung von meinem Schlurfschritt. Der ist jetzt nämlich angesagt, denn gemäß der englischen Aussprache-Variante reduziere ich momentan die Trainingsintensität, um genau zu Pfingsten fit zu sein für die 80 Kilometer auf dem Neanderlandsteig, die ich im Rahmen der Neander-Rallye zu absolvieren gedenke.

Auf einen Doppeldecker mit samstäglichen 34 Kilometern und 40 Kilometern am Sonntag folgte am 13.5.2015 ein verlegter Kölner Nachtlauf. Gebucht war ein Start um 21:15 Uhr als familiäres Triple beim „Galeria Kaufhof Nachtlauf“ – quasi als Kölner Dreigestirn. Da hätte ich die Pulsmesserin gerne zu einer Bestzeit geleitet. Doch die Strecke, in deren Verlauf Wartezeiten an engen Treppen einzuplanen waren, lässt dies nicht zu. So beschloss der Familienrat angesichts der verstopften Autobahnen ganz spontan, dass bei dem schönen Wetter gemeinsames Joggen im Dreier-Team besser in heimischen Gefilden durchzuführen sei. Und so wurde der Nachtlauf kurzerhand örtlich und zeitlich verlegt. Immerhin gewandeten wir uns dabei in unsere Team-Shirts!
 
Kölner Nachtlauf - verlegt
Der letzte längere Lauf über 25 Kilometer wurde am vergangenen Wochenende durch eine 18-km-Wanderung ergänzt. Was man sonst mal eben vorm Frühstück abreißt, gerät im Wanderschritt zum Ganztagesprogramm. Unglaublich, wieviel man da unterwegs rasten und picknicken muss!

Nun richtet sich der Blick auf Pfingsten. Ein „liebliches Fest“ steht mir wohl weder mit der diesjährigen Teilnahme an der Neander-Rallye noch im nächsten Jahr bevor. Denn kürzlich erhielt ich eine Einladung bereits für Pfingsten 2016 - zur „TorTour de Ruhr“! Sind dieses Jahr noch 80 Kilometer genug, so muss es in einem Jahr das Doppelte sein. Der TorTourist neigt aber zur Verharmlosung - vermutlich eine Strategie der Streckenbewältigung. Die 100-Kilometer-Distanz nennt er „Bambinilauf“. Und die „Ruhr Hundred“, für die ich eingeladen bin, sind in Meilen gerechnet. Da habe ich jetzt also ein Trainingsziel.

In diesem Sinne, frohe Pfingsten!

Kommentare:

  1. Nimmst du die Einladung für nächstes Jahr den an?

    Das Wandern und die Kilometer. Bin auch schnell mal erschrocken wie langsam man sich fortbewegt, aber dann doch nochmals so viel mehr sieht :)

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    1. Klar, Startgeld ist schon bezahlt. Ein bischen Wandern wird wohl auch da dabei sein.

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  2. Ich vermisse das Foto mit den Teamshirts der Pulsmesserei!
    Dann wünsche ich schon jetzt einen schönen 80-km-Lauf und erblasse vor Deiner 2016'er-Herausforderung! Aber das schaffst Du!
    Liebe Grüße und schöne Pfingsten!
    Elke

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    1. Die Shirts haben wir noch in Vorblogzeit machen lassen. Die laufen noch unter einem anderen Namen.
      Bis 2016 muss ich noch ein bisschen üben.
      Dir auch schöne Pfingsten, hast ja Erholung nötig nach der anstrengenden Reise ;-)

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  3. Ich werde bestimmt auch 80 Km zurücklegen an Pfingsten. Mit dem Rad :-))
    Und 160 km geht auch. Mit dem Rad.
    Aber zu Fuß`? Laufender Weise?
    Ich befürchte du machst keine Witze mit den 160 km, oder? Die wirst du wirklich laufen.

    Ich wünsche dir richtig viel Spaß auf den 80 km und bin gespannt auf nächstes Jahr Pfingsten :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Mache ich jemals Witze?
      Danke, bin auch schon gespannt, was mich an beiden Pfingsten erwartet.

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